Torflautes Duell endet ohne Sieger
Carl Zeiss Jena – BFC Dynamo 0:0
Die Berliner, die seit zehn Spielen in der Liga ungeschlagen sind, erwarteten eine schwere Auswärtsfahrt zum Viertplatzierten FC Carl Zeiss Jena.
Die Heimmannschaft kommt gut ins Spiel, und Lankford wird wenige Minuten nach Anpfiff auf die Reise geschickt. Er will ins kurze Eck schießen. Keeper Sommer, der seinen ersten Einsatz feiert, kann jedoch parieren. In der 9. Minute ist es wieder Jena. Burmeister setzt sich links im Eins-gegen-eins durch und schließt ab. Der Ball findet jedoch nicht den Weg ins Tor. Der darauffolgende Abstoß leitet den ersten guten Angriff von BFC Dynamo ein. Dadashov leitet schnell und geradlinig zu Bölke weiter. Dieser scheitert an Härting. In der 26. Minute folgt die nächste Chance. Günay zieht mit einem Antritt durch die Mitte. Er schießt aus rund 25 Metern, und der Ball landet ein paar Meter rechts neben dem Tor. Zur Pause steht es 0:0.
Die Berliner starten besser in die zweite Halbzeit, und Windsheimer hat die erste Chance mit einem Distanzschuss, der am Tor vorbeigeht. Die Partie verliert an Tempo, und deswegen kommt es erst in der 75. Minute zur nächsten dicken Chance. Lankford leitet den Ball auf den eingewechselten Wollschläger weiter. Dieser verzieht im Eins-gegen-eins gegen Sommer und schießt den Ball rechts neben das Tor. In der 83. Minute muss Felix Löder nach seiner Einwechslung wegen einer mutmaßlichen Fuß- und Wadenverletzung wieder vom Platz. In der 89. Minute retten Sadrifar und Miftaraj die Berliner mit sauberen und starken Tacklings vor dem möglichen 1:0.
So holen beide Mannschaften einen Punkt und verlieren etwas den Anschluss nach vorne.
Altglienicke lässt Aufstiegshoffnungen weiter leben
VSG Altglienicke – FSV 63 Luckenwalde 3:1
Die Favoritenrolle in der Partie ist klar verteilt. Altglienicke steht auf Platz 6, während die Luckenwalder mit gerade einmal zwei Siegen aus 13 Spielen nun zu Gast in Berlin sind.
In den ersten Minuten geschieht wenig aus dem Spiel heraus. Die erste nennenswerte Chance hat Saliger per Freistoß, den Kühn parieren kann. In der 23. Minute bekommt Keeper Kühn einen Rückpass. Der Ball verspringt bei der Ballannahme. Nietfeld schaltet schnell, bedient Hartl, und das 1:0 für Altglienicke fällt. Vier Minuten später werden die Luckenwalder gefährlich. Mätzke erläuft den Ball auf der rechten Seite vor dem herauslaufenden Klatte und schießt aufs Tor. Doch der Schuss ist zu ungefährlich und kann geklärt werden. In der 36. Minute erhöht die Heimmannschaft auf 2:0. Nach einem geklärten Ball steht Saliger im Rückraum und schließt eiskalt ab. Kurz vor der Halbzeit hat Pilger die Chance, auf 2:1 zu verkürzen, doch er jagt den Ball übers Stadion.
17 Minuten nach Wiederanpfiff sorgt Schickersinsky für klare Verhältnisse. Nach einem Angriff über die linke Seite kommt Altglienicke zum Abschluss, und der Ball landet im Tor. Später verspringt auch Klatte der Ball und sorgt für einen Elfmeterpfiff. Den nimmt sich Fabio Schneider und verwandelt ihn sicher ins untere rechte Eck. Bis auf das 3:1 kommt Luckenwalde nicht mehr heran, und Altglienicke sichert sich die nächsten drei Punkte im Aufstiegsrennen.
Hartl (22.), Saliger (36.), Schickersinsky (62.); Schneider (81.)
Büch erlöst Babelsberg mit spätem Siegtreffer
SV Babelsberg 03 – BFC Preußen 1:0
Nach dem Debakel gegen Tasmania Berlin gilt es für Babelsberg, es gegen die Preußen wieder gutzumachen. Beide Mannschaften sind eher im unteren Tabellenbereich anzusiedeln.
So gehen beide Mannschaften vorsichtig in die Partie, und bis auf einige kleine Chancen auf beiden Seiten passiert auf dem Feld nicht sonderlich viel. Dabei sind die Begegnungen der beiden Mannschaften in der Regel torreich. Ein 2:5 für Preußen und ein 3:6 für Babelsberg standen letzte Saison auf dem Tableau.
In der zweiten Halbzeit kommen die Preußen schwungvoll aus der Kabine. Ben Meier flankt auf Nicholas Frank, der knapp am Tor vorbeischießt. In der 66. Minute hat Fontein eine weitere Chance zum 1:0, doch auch er vergibt. Weitere Fernschüsse bedrängen die Babelsberger Defensive immer häufiger. In der 71. Minute hat Babelsberg einen Eckball. Dieser landet über viele Umwege wieder beim Ausführenden Gordon Büsch. Er schließt zum 1:0 für die Heimmannschaft ab. Die Babelsberger halten das 1:0, und das Team um Michael Braune holt wichtige drei Punkte.
Büch (71.)
Aue entscheidet Westsachsen-Derby klar für sich
FSV Zwickau – Erzgebirge Aue 3:0
Im Westsachsen-Derby zwischen Zwickau und Aue treffen der Neunte und der Achte aufeinander.
In der 4. Minute kommen die Auer das erste Mal zum Abschluss. Marcel Bär verfehlt per Kopf. Das Derby ist umkämpft, Aue hat jedoch merkliche Vorteile und kommt besser in die Partie. In der 33. Minute belohnen sich die Veilchen, und Loune bringt die Gäste nach einer nicht geklärten Freistoßflanke in Führung.
In der zweiten Halbzeit wird das Spiel durch gezündete Böller kurz unterbrochen, doch die Partie kann schnell fortgesetzt werden. Ein Ordner hat sich dabei schwer verletzt und wurde ins Krankenhaus eingeliefert. Wir wünschen gute Besserung. Rund eine Stunde ist gespielt, und die Auer aus dem Erzgebirge haben die Chance zum 2:0, doch der Ball trifft nur die Latte. Zwickau drückt nun auf das 1:1, doch in der 74. Minute kommt der eingewechselte Finn Heidrich frei vor dem Tor zum Abschluss und drückt der Partie seinen Stempel auf. Erst zwei Minuten zuvor wurde das Geburtstagskind eingewechselt. Dann trifft noch Loubongo in der 92. Minute zum 3:0 nach Vorlage von Heidrich und besiegt Zwickau im Derby klar und verdient.
Loune (33.), Heidrich (74.), Loubongo (90.+2)
Chemnitz erlebt böse Überraschung
Chemnitzer FC – Magdeburg II 1:2
Der Tabellenführer aus Chemnitz trifft auf die Reserve von Magdeburg und will die Tabellenführung behalten.Die Magdeburger kommen mit Rückenwind nach einem Sieg gegen Greifswald.
Die Chemnitzer starten schnell und direkt. Berlinski trifft in der 6. Minute die Latte. Baumgart hat rund 20 Minuten später die nächste gute Chance. In der 30. Minute setzt Alberico zum Schlenzer an, den Kampa pariert. Die Magdeburger kommen über Konter, und so kommt Widmann zu einer guten Chance. Doch der Schlussmann der Chemnitzer kann parieren. Drei Minuten später hat Manthey die Chance, doch wieder pariert Richter stark. Kurz vor der Pause hat Pistol noch einmal die Chance für die Chemnitzer.
Erst in der 59. Minute kommt Pistol zum Tor, und der Favorit geht nach einem großartigen Distanzschuss in Führung. Doch nicht einmal zehn Minuten später folgt der Ausgleich. Manthey legt auf Trus ab, und dieser muss nur noch zum 1:1 einschieben. Die Magdeburger sind nah an der Sensation. Es ist nun eine ausgeglichene Partie. In der 80. Minute schließt Manthey aus rund 18 Metern ins untere linke Eck ab und trifft. Der Tabellenführer liegt hinten. Die Chemnitzer werden nicht noch einmal gefährlich und verlieren mit 1:2 im heimischen Stadion.
Pistol (59.); Trus (68.), Manthey (80.)
Erfurt dreht Rückstand und erobert die Tabellenspitze
Greifswalder FC – Rot-Weiß Erfurt 2:3
Nach der Niederlage der Chemnitzer haben die Erfurter die Chance, die Tabellenführung zu übernehmen. Dafür müssen sie auswärts gegen die Greifswalder gewinnen.
Dabei merkt man den Erfurtern eine gewisse Nervosität an. Schwarz vertändelt vor dem eigenen Strafraum den Ball, weshalb Seidemann zum ersten guten Abschluss kommt. In der 5. Minute kommt eine Flanke von Niemitz, die über Otto hinwegfliegt. Deshalb muss Ikene auf der Linie klären. Im darauffolgenden Zweikampf verletzt sich Schwarz und muss ausgewechselt werden. Die Greifswalder sind die klar bessere Mannschaft, und die Führung liegt in der Luft. Doch zunächst trifft Forkel nach einem Kopfball den Pfosten. Greifswald bekommt in der 20. Minute einen Freistoß. Nach anfänglicher Klärung kommt der Ball zu Hüther, der zum verdienten 1:0 verwandelt. Neun Minuten später erhöht Bokake Bolufe auf 2:0. Nachdem Leipertz zuerst schießt und Otto den Ball an den Pfosten lenkt, kommt der 24-Jährige zum Abschluss und hat leichtes Spiel, den Ball einzuschieben. Von Erfurts Offensive kommt nicht viel, doch in der 33. Minute setzt sich Wolf im Mittelfeld durch und spielt einen überragenden Ball zu Caciel. Dieser verkürzt auf 2:1.
Danach flacht die Partie etwas ab. Erfurt wird kontrollierender und bestimmender. Dann folgt der verdiente Ausgleich in der 56. Minute. Dehl spielt den Ball in die Mitte, wo Forkel auf Hajrulla ablegt. Dieser macht das 2:2. Die Erfurter sind nur noch ein Tor von der Tabellenspitze entfernt. Nach einer Großchance von Forkel kommt es zum Eckball. Dieser wird in den Rückraum geklärt, wo Caciel steht und zum Doppelpack trifft. Ein Traumtor mit viel Power in den Winkel. Der Sieg würde nun Platz 1 bedeuten. Die Erfurter verteidigen souverän, doch in der 90. Minute, vier Minuten in der Nachspielzeit, bekommt Dreca den Ball an die Hand, und der Schiri entscheidet auf Elfmeter. Der 19-jährige Kroll-Thiel tritt an und schießt ihn über das Tor. Glück für die Erfurter, die somit drei Punkte aus Greifswald mitnehmen und die Tabellenführung übernehmen.
Hüther (20.), Bokake Bolufe (29.); Caciel (33., 67.), Hajrulla (56.)
Tasmania legt nach und sammelt wichtige Zähler
RSV Eintracht – Tasmania Berlin 1:2
Beide Mannschaften stehen unten in der Tabelle. Im direkten Duell gilt es, wichtige Punkte zu holen.
Nach nur 180 Sekunden gibt es den ersten Aluminiumtreffer nach einem Eckball für die Eintracht. In der 21. Minute schießt Yayla das 0:1 für Tasmania Berlin, ebenfalls nach einem Eckball. Er steht goldrichtig im Rückraum. Viel mehr passiert in der ersten Halbzeit nicht.
Sechs Minuten nach Wiederanpfiff schießt Grigoriadis das 2:0 nach einem Konter. Der Deutsch-Grieche steht gerade einmal sechs Minuten auf dem Feld und schießt sein Tor. Der auffällige Kim geht ins Dribbling und schießt wenige Minuten nach dem Tor an den Pfosten. Er ist der auffälligste Spieler der Eintracht. Die Eintracht kommt zu vielen Chancen und drückt auf den Anschlusstreffer. Dieser kommt in der 94. Minute durch Jupolli, allerdings zu spät. Der Eintracht-Spieler steht in der Mitte richtig, nachdem er von einer flachen Flanke angespielt wird. Die Neuköllner holen nach dem spektakulären 6:0–Sieg gegen Babelsberg weitere wichtige drei Punkte.
Jupolli (90.+4); Yayla (21.), Grigoriadis (51.)
Chemie gewinnt Kellerduell und verschafft sich Luft
BSG Chemie Leipzig – Hertha II 2:0
Ein weiteres wichtiges Duell im Tabellenkeller bestreiten die Chemiker und die Hertha Bubis. Beide gehen punktgleich in dieses Spiel und sind nur vier Punkte vom Tabellenletzten entfernt.
Doch zuallererst steht in der 11. Minute nicht der Fußball im Vordergrund. Wendt verletzt sich und muss nach gerade einmal elf Minuten ausgewechselt werden. Vermutlich handelt es sich um einen Muskelfaserriss. Chemie kommt gut in die Partie, die vorwiegend ausgeglichen ist. Kurz vor der Pause scheitert Julius Hoffmann am Schlussmann Konstantin Heide. Die Partie bietet nicht viel Sehenswertes.
In der zweiten Halbzeit kommt Sanogo aus rund 25 Metern zum Abschluss, der nur knapp vorbeigeht. Der genannte Sanogo leitet in der 59. Minute auf Willi Reincke weiter. Dieser fasst sich ein Herz, und die Heimmannschaft geht verdient mit 1:0 in Führung. Phillip Wendt sorgt erneut neben dem Fußballgeschehen für Aufsehen. Der Ausgewechselte sieht wegen Pöbeleien die rote Karte. In der 66. Minute hat Kannewurf die Riesenchance zum 1:1, doch Bergmann pariert überragend. Vier Minuten nach der Chance flankt Reincke in den Strafraum. Der erste Kopfball geht an die Latte, doch Sanogo staubt danach ab und macht das 2:0. In der 82. Minute verletzt sich bei Chemie Leipzig noch Phillip Kühn am Kopf. Er kann das Spielfeld ohne Trage, aber sichtlich benommen verlassen. Chemie verteidigt die Angriffe der Hertha gut und gewinnt im Abstiegsduell wichtige drei Punkte. Der letzte Platz ist somit jetzt schon sieben Punkte entfernt.
Reincke (59.), Sanogo (70.)
Hartmann rettet Halle im Last-Minute-Krimi einen Punkt
Hallescher FC – Lok Leipzig 2:2
Der Vorjahresmeister, der bis jetzt nicht in die Saison kommt, ist am Sonntag in Halle gefordert. Die Hallenser wollen mit dem Tabellenführer punktgleich ziehen und den zweiten Platz erobern. Die Leipziger wollen dies verhindern und kommen in der 7. Minute durch Adetula aus der Distanz zum ersten Abschluss. Arcalean kommt vier Minuten später zum nächsten Abschluss und drei Minuten danach erneut. Danach flacht die Partie ab. In der 26. Minute gelingt es Halle jedoch zu kontern. Eine Vier-gegen-zwei-Situation spielen die Hallenser nicht gut aus, und Kaiser kann den Angriff stoppen. Eine Minute vor der Pause bricht Halle über links durch. Der Ex-Leipziger Atilgan legt auf Benyamina ab, und dieser trifft zum 1:0 für Halle.
Atilgan macht auch in der zweiten Halbzeit Betrieb und legt für Stierlin auf. Dieser verfehlt jedoch den Kopfball. Nach einer Stunde spielt Mergel einen wunderbaren Ball auf Arcalean, der zum 1:1 trifft. Lok Leipzig wird immer besser, und in der 68. Minute kommt Nils Kaiser mit einem Fernschuss an die Latte. Zwei Minuten nach dem Lattentreffer legt Adetula für Mergel auf, der den Ball wunderbar ins obere linke Eck platziert. Die Partie ist gedreht. In der 79. Minute folgt der nächste Lattentreffer, diesmal auf Hallenser Seite durch einen Freistoß von Fabrice Hartmann. Hartmann hat eine Minute später wieder eine Chance, doch diesmal ist der Keeper zur Stelle. Halle macht jetzt ordentlich Druck, und vor allem Hartmann bekommen die Leipziger nicht unter Kontrolle.
In der Nachspielzeit wird diese Partie dann richtig kurios. Halle hat einen Eckball, der gefährlich kommt. Ratifo köpft ihn und jubelt schon, doch der Ball ist nicht hinter der Linie, denn Strasner klärt vor der Linie. Dann foult Landgraf Cevis und sieht wegen einer Notbremse die rote Karte. Bitter für ihn in seinem 300. Spiel für Halle. Durch die rote Karte gibt es jedoch eine Minute länger Nachspielzeit, und in dieser holt Atilgan den Freistoß heraus. Wieder ist es Hartmann, diesmal ist es nicht die Latte. Er schießt zentral aufs Tor, der Keeper sieht nicht gut aus, und Halle macht in der buchstäblich letzten Sekunde das 2:2. So holen beide Mannschaften nur einen Punkt. Beide können nicht zufrieden sein. Halle bleibt dennoch an den oberen Plätzen dran.
Benyamina (44.), Hartmann (90.+5); Arcalean (61.), Mergel (70.)
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