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Zwei Fußballspieler von hinten im dunklen Nebel‑Schattenstil. „DIOGO J.“ (21) legt den Arm auf „RONALDO“ (7). Dramatisches Licht, Silhouetten, Teamgeist, Fußball‑Motiv, Sport‑Fotografie, emotionale Szene
Bild generiert mithilfe von KI

Ronaldo sauer: Saudi Fans provozieren mit „Jota“ Rufen

Beim 6:0‑Sieg von Al Hilal gegen Al Taawoun kam es zu einem unschönen Zwischenfall: Fans riefen wiederholt „Jota, Jota“ in Richtung des Portugiesen Rúben Neves, um ihn auf fiese Weise vom Spielgeschehen abzulenken. Die Gesänge bezogen sich auf Diogo Jota, der im Juli 2025 zusammen mit seinem Bruder bei einem Autounfall ums Leben kam und ein enger Freund von Neves war.

Neves reagierte während des Spiels, indem er zum Himmel zeigte und den Fans sarkastisch applaudierte. Nach dem Spiel kritisierte er die Anhänger und sagte: „Ich hoffe nur, dass sie später nicht zum Gebet gehen“.

Die Freundschaft zwischen Neves und Jota war sehr eng: Sie spielten gemeinsam in portugiesischen Nachwuchsteams und später bei Porto und Wolverhampton. Neves trägt ein Tattoo, das die beiden in einer Umarmung zeigt, und war bei Jotas Beerdigung einer der Sargträger. Nach dessen Tod übernahm er in der Nationalmannschaft die Trikotnummer 21.

Der Vorfall löste in sozialen Medien breite Empörung aus. Superstar Cristiano Ronaldo kritisierte das Verhalten der Fans scharf und fordert per Instagram, dass solche Personen nie wieder ein Stadion betreten dürfen.

Die Al-Hilal Club Company teilte am Sonntag auf ihrer Website mit, dass sie beim saudischen Fußballverband eine offizielle Beschwerde zu dem Vorfall eingereicht habe. Der Klub der Saudi Pro League zeigte sich dabei „zuversichtlich“, dass Maßnahmen folgen werden, um „die Integrität des sportlichen Wettbewerbs vor beleidigenden Praktiken zu schützen“.

Auch Al-Taawoun veröffentlichte später am Sonntag eine Stellungnahme und verurteilte die beleidigenden Sprechchöre deutlich. In der Erklärung heißt es: „Ein solches Verhalten ist völlig inakzeptabel und entspricht weder Al-Taawoun noch seinen Fans oder den Werten, für die seine Fanblöcke bekannt sind.“ Der Verein kündigte an, „in Abstimmung mit den zuständigen Behörden alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um eine Wiederholung zu verhindern und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen“.

Dersaudi-arabische Fußballverband und die Pro League verurteilten die Gesänge ebenfalls. In einem Statement hieß es, das Verhalten widerspreche den Werten des saudi-arabischen Fußballs. Es sei „inakzeptabel, Tragödien für Beleidigungen oder Provokationen auszunutzen“. Der Verband kündigte an, notwendige Maßnahmen einzuleiten und „Das Ergebnis wird nach Abschluss des entsprechenden Verfahrens bekanntgegeben“.            

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