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Flagge mit Udinese Calcio Wappen
Quelle: pixaby

Ösi-Star mit brillianter Karriere

David Alaba gehört zu den prägenden Figuren des europäischen Fußballs der vergangenen anderthalb Jahrzehnte. 431 Pflichtspiele für den FC Bayern, zehn Meisterschaften, sechs Pokalsiege und zwei Champions-League-Titel machten ihn in München zur Ikone, ehe er seine Laufbahn bei Real Madrid fortsetzte und dort weitere große Erfolge feierte. Seit Sommer 2026 jedoch ist der 34‑Jährige vereinslos. Bei den königlichen erhielt er aufgrund der langen Verletzungsperioden keinen neuen Vertrag mehr. Nun soll sich dieser Zustand aber ändern. 

 

Überraschender Interessent

Nach übereinstimmenden Berichten, unter anderem von oe24 soll sich Udinese Calcio  eine mündliche Einigung im Rennen um Alaba gesichert haben (Verbindungen unter Anderem mit dem HSV, Manchester United oder Lazio Rom). Transfer-Experte Fabrizio Romano spricht davon, dass lediglich formale Schritte fehlen, bevor der Klub seinen „Traum-Neuzugang“ sogar ablösefrei präsentieren könne. Für Alaba wäre es die erste Station seit 2009, mit zwischenzeitlichen Leihe zu Hoffenheim, die nicht zu den Champions-League-Stammgästen zählt.

Die Entscheidung fällt in eine Phase, in der der ÖFB-Kapitän nach langen Verletzungspausen einen Neustart sucht. Besonders die Saison 2023/24 markierte einen Wendepunkt: Adduktorenprobleme und ein Kreuzbandriss führten zu einer mehr als 400‑tägigen Auszeit. Anschließend kam Alaba bei Real Madrid nur noch selten zum Einsatz.

 

Ein anziehendes Umfeld

Bei Udine gehören beispielsweise Lazar Jovanovic, zuletzt beim VfB Stuttgart, sowie Jurgen Ekkelenkamp, früher bei Hertha BSC zum Kader. Mit Matteo Palma steht zudem ein deutscher Juniorennationalspieler mit österreichischen Wurzeln im Aufgebot. Auch Trainer Kosta Runjaic, ebenfalls gebürtiger Wiener, sorgt für eine gewisse Nähe zur Heimat. 

Sportlich besteht bei Udinese Bedarf: Die Defensive ist von Verletzungen betroffen, der Saisonstart verlief mit einem Sieg, einem Remis und drei Niederlagen durchwachsen. Der Klub rangiert nach fünf Spieltagen im Tabellenmittelfeld.

 

Ein letzter Anlauf

Alaba selbst wartet seit rund drei Monaten auf Spielpraxis. Seine Titelsammlung bleibt beeindruckend, doch im Vordergrund steht nun die Aussicht auf regelmäßige Einsätze. Die Entscheidung über seine Zukunft hatte sein Vater George Alaba bereits angekündigt – nun scheint sie unmittelbar bevorzustehen.

Kommt der Deal zustande, beginnt für den 34-Jährigen ein neues -vielleicht letztes- Kapitel: nicht in München oder Madrid, sondern bei der „Zerbrette“ aus Udine. Für den Routinier wäre es die Chance, nach einer verletzungsgeprägten Phase wieder Stabilität zu finden. Für Udinese wäre es ein Transfer, der sportlich wie symbolisch Gewicht hätte.

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