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Der Headcoach von Wales erzählt beeindruckende Anekdote über den Superstar

Vor dem Nations‑League‑Duell zwischen Portugal und Wales hat Craig Bellamy eine Szene aus seiner Zeit als Co‑Trainer von Vincent Kompany beim FC Burnley geteilt, die ihm bis heute im Gedächtnis geblieben ist – und die zeigt, welchen Ausnahme‑Status Cristiano Ronaldo in seiner Heimat genießt.

Ein Flughafen im Ausnahmezustand – nur wegen Ronaldo

Der 47-Jährige erinnerte sich an eine Reise nach Lissabon während der Saisonvorbereitung. Schon bei der Ankunft am Flughafen sei die Mannschaft irritiert gewesen: Überall Polizei, Absperrungen, blockierte Wege. Aus dem Bus heraus wirkte es zunächst, als liege eine ernsthafte Bedrohung vor.

„Der komplette Flughafen war dicht“, schilderte Bellamy. Burnley wurde zwar wie VIPs behandelt, musste aber einem vorgegebenen Weg folgen – und trotzdem warten. Reihen von Polizisten, Einsatzfahrzeuge, ein stillgelegtes Terminal: Für die Spieler und das Staff sah alles nach einem Sicherheitsvorfall aus.

Nach rund zehn bis fünfzehn Minuten löste sich die Situation auf. Ein Auto fuhr vor, ein Mann holte einen Rucksack aus dem Kofferraum – und dann stieg jemand aus, der sofort alle Fragen beantwortete: Cristiano Ronaldo.

Der Coach von Wales beschreibt, wie der Superstar allein durch die abgesperrte Zone lief, umgeben von Polizei, die selbst Fotos machte. Niemand durfte sich nähern. Für die Burnley‑Spieler war der Moment surreal.

„Das war der coolste Spaziergang, den ich je gesehen habe“, sagte Bellamy. „Wir waren alle sprachlos. Es wirkte wie der Auftritt eines Präsidenten. Wie kann ein einzelner Mensch einen ganzen Flughafen lahmlegen?“ Für ihn sei es ein Augenblick gewesen, der zeige, wie groß Ronaldo wirklich ist.

Das Wiedersehen auf dem Platz 

Bellamy und Ronaldo standen sich zuletzt 2008 als aktive Profis gegenüber, damals traf Ronaldo doppelt für Manchester United gegen Craig Bellamys West Ham.

Am Donnerstag begegnete Bellamy dem Portugiesen erneut – diesmal als Trainer. Ronaldo bestritt sein 234. Länderspiel, seit 24 Jahren läuft er für die Seleção auf. Portugal gewann das Nations‑League‑Spiel gegen Wales mit 1:0, obwohl Ronaldo eine klare Chance liegen ließ.

Bellamy über Ronaldos anhaltende Klasse

Trotz Ronaldos Alter von 41 Jahren zeigte sich Bellamy nicht überrascht über dessen Niveau. Der Angreifer von Al‑Nassr hatte im Sommer angekündigt, dass die WM 2026 sein letztes großes Turnier sein werde, ohne ein genaues Karriereende zu nennen.

Bellamy lobte vor allem Ronaldos Professionalität und Spielintelligenz: Er wisse genau, wann er Energie sparen müsse, und sein Torinstinkt sei weiterhin vorhanden. Für Bellamy gehört Ronaldo nicht nur zu den größten Spielern seiner Generation, sondern zu den bedeutendsten aller Zeiten.

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