Der legendäre Freistoßspezialist verlor einen Haufen Geld
Roberto Carlos, einer der prägendsten Außenverteidiger der Fußballgeschichte, hat offen über einen dramatischen Einschnitt in seinem Leben gesprochen. Der Weltmeister von 2002 und langjährige Star von Real Madrid verlor nach eigenen Angaben nahezu sein gesamtes Vermögen – und richtet deshalb eine eindringliche Warnung an die nächste Generation von Profis.
Der 53‑Jährige erklärte, dass er durch problematische Berater, familiäre Konflikte und eigene Fehlentscheidungen rund 99 Prozent seiner Karriere-Einnahmen eingebüßt habe. „Ich habe Fehler gemacht. Deshalb rate ich jungen Spielern: Macht nicht die gleichen“, sagte Carlos. Seine finanzielle und private Situation musste er komplett neu ordnen.
Vom Weltstar zum finanziellen Tiefpunkt
Carlos galt über Jahre als einer der bestbezahlten Spieler der Welt. Sein legendärer linker Fuß, sein Tempo und seine Offensivkraft machten ihn zu einer Ikone – sowohl bei Real Madrid, wo er zwischen 1996 und 2007 dreimal die Champions League gewann, als auch in der brasilianischen Nationalmannschaft, mit der er 2002 Weltmeister wurde.
Doch hinter dem Glanz seiner Karriere entwickelte sich ein Abstieg, der ihn hart traf. Schlechte Berater, Streitigkeiten im familiären Umfeld und falsche geschäftliche Entscheidungen ließen sein Vermögen schrumpfen. Der Brasilianer berichtete, dass er eines Tages Dokumente erhielt, die ihm zeigten, wie tief er bereits gefallen war: Sein Bankkonto war nahezu leer.
Ein Problem, das viele Stars trifft
Carlos ist nicht der einzige große Name, der nach der Karriere mit finanziellen Schwierigkeiten kämpfte. Paul Gascoigne verlor Millionen durch Alkohol und missglückte Geschäfte. David James musste trotz hoher Einnahmen Insolvenz anmelden. Auch Ronaldinho, Wes Brown und Andreas Brehme gerieten in Schulden oder standen zeitweise ohne nennenswerte Rücklagen da. Fehlende Beratung, riskante Investitionen, private Krisen – die Gründe ähneln sich.
Appell an die junge Generation
Auf dem Portugal Football Summit in Lissabon betonte Carlos, wie wichtig es sei, frühzeitig über die Zeit nach der aktiven Karriere nachzudenken. Er selbst habe sich rechtzeitig eine Basis aufgebaut: eine Lizenz als Sportdirektor und Kooperationen mit verschiedenen Marken. Heute profitiert er davon – auch wenn große Teile seines einstigen Vermögens verloren sind.
Schätzungen zufolge verdiente Roberto Carlos während seiner aktiven Laufbahn rund 160 Millionen Euro. Ein Großteil davon ist verschwunden. Doch der Brasilianer nutzt seine Geschichte nun, um junge Spieler zu sensibilisieren: Sie sollen aus seinen Fehlern lernen und sich nicht allein auf sportlichen Erfolg verlassen.
Eine Legende mit einer Mahnung
Roberto Carlos bleibt eine Ikone des Weltfußballs – ein Spieler, dessen Freistoß gegen Frankreich 1997 unvergessen ist und dessen Name für eine ganze Generation von Außenverteidigern steht. Sein Absturz zeigt jedoch, wie schnell der Weg vom Millionenspieler zum finanziellen Problemfall führen kann.
Seine Botschaft ist klar: Karriere, Geld und Ruhm sind vergänglich – Verantwortung und Vorsorge nicht.
Viele Informationen des Textes sind aus dem Artikel des Kölner Express: „Mein ganzes Vermögen verballert!“: Weltmeister packt über seinen Absturz aus – und warnt„.
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