- 3. Oktober 2026
Frankreichs perfekter Start gestoppt, Belgiens De‑Bruyne‑Show, die türkische Krise – und ein Abschied, der ein ganzes Land berührt.
🇫🇷 Frankreichs erster Rückschlag unter Zidane
Im Stade de France lag eine besondere Spannung: Zidanes Heimpremiere, das Wiedersehen mit Italien – 20 Jahre nach dem legendären Kopfstoß. Doch statt eines perfekten Abends gab es ein 1:1 gegen Italien, das für die Les Bleus eher enttäuschend ist.
Michael Olise schenkte den Fans ein Kunstwerk von einem Freistoß und brachte Frankreich mit einem Traumtor in Führung (55.). Ein Ball wie gemalt über die Mauer, ein Moment, der das Stadion in Euphorie brachte. Doch Italien antwortete eiskalt: Alessandro Bastoni nutzte eine Nachlässigkeit und erzielte den Ausgleich für die Trifosi (68.).
Als Dayot Upamecano kurz vor Schluss Gelb‑Rot sah (85.), kippte die Stimmung endgültig. Zizou stand an der Seitenlinie, der Blick schwer. „Wir hätten Besseres verdient“, sagte er später – und doch blieb er stolz auf die Leistung seiner Mannschaft. Frankreich bleibt Tabellenführer, aber die perfekte Serie ist dahin.
🇧🇪 Belgien feiert – De Bruyne schreibt Geschichte
Während Frankreich strauchelte, brannte Belgien in Lüttich ein Feuerwerk ab. Kevin De Bruyne erzielte seine Pflichtspieltreffer Nummer 200 (10.) und 201 (60.) – ein Meilenstein, der seine Karriere weiter vergoldet. Romelu Lukaku setzte den Schlusspunkt zum 3:0 (76.) gegen die Türkei.
Mark van Bommel hat seine „Roten Teufel“ stabilisiert. Sechs Punkte, Platz zwei, das Rückspiel gegen Frankreich vor der Brust. Belgien ist wieder gefährlich.
🇹🇷 Türkei am Boden – Montella schützt seine Spieler
Die Türkei steckt tief in der Krise. Drei Spiele, null Punkte, ein 0:3 gegen Belgien, das schmerzt. Ohne Can Uzun fehlte Kreativität, doch Vincenzo Montella stellte sich vor sein Team wie ein Schutzschild.
„Niemand ist schuld“, sagte er. „Wir kämpfen mit ganzem Herzen.“ Ein Satz, der zeigt, wie sehr dieses Team ringt – und wie wichtig Zusammenhalt jetzt ist.
🇧🇦 Edin Dzeko – ein Abschied, der ein Land zum Beben bringt
Und dann war da Zenica. Ein Abend, der nicht einfach Fußball war, sondern Geschichte. Edin Dzeko, der Diamant Bosniens, bestritt sein letztes Länderspiel – und ein ganzes Land verneigte sich.
Er betrat das Feld mit seiner Tochter im Arm, die Augen glasig, die Fans sangen seinen Namen. Ein Banner zeigte sein Leben: das Kind, den Weltstar, den Kämpfer im Spätherbst seiner Karriere. Als er ausgewechselt wurde, erhob sich das Stadion. Spieler, Schiedsrichter, Gegner – alle applaudierten. Feuerwerk brannte, Barbarez küsste ihn auf die Wange.
Bosnien spielte 1:1 gegen Schweden, nach der Führung durch Viktor Gyökeres (61.) erzielte Kerim Alajbegovic erzielte den Ausgleich (80.). Doch das Ergebnis war Nebensache. Dieser Abend gehörte nur einem Mann.
In Sarajevo wehte ein riesiges Trikot mit der Nummer 11 über der „Ewigen Flamme“. Darunter stand: „Hvala, Dijamante!“ – Danke, Diamant.
Nächster Spieltag
Am letzten Spieltag der Nations League reisen die punktlosen Türken nach Italien, während Frankreich am Montag zeitgleich die Roten Teufel aus Belgien empfängt. (20:45/DAZN). Bosnien-Herzegowina trifft in Zenica auf Polen.
Alle Ergebnisse
Kasachstan – Moldawien: 1:2
Lettland – Montenegro: 1:2
Zypern – Armenien: 2:0
Färöer‑Inseln – Slowakei: 1:1
Ukraine – Nordirland: 0:3
Ungarn – Georgien: 1:0
Bosnien & Herzegowina – Schweden: 1:1
Frankreich – Italien: 1:1
Belgien – Türkei: 3:0
Polen – Rumänien: 6:0
Letzter Spieltag: Olise glänzt bei Frankreich Sieg – Italien fegt Türkei vom Platz
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