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Flagge eines spanischen Fußballvereins, LaLiga Verein Real Sociedad Flagge im Winde wehend
Bild: pixabay

Rote Karten und Nervenkitzel: Real Sociedad zittert sich zum 3:2 gegen Deportivo

Was lange nach einem souveränen Abend aussah, entwickelte sich in der Schlussphase zu einem echten Nervenkitzel. Real Sociedad führte gegen Deportivo La Coruña bereits mit drei Toren, doch zwei Platzverweise und eine versuchte Aufholjagd der Gäste sorgten für dramatische Minuten bis zum Schlusspfiff.

Dabei hatte zunächst alles nach Plan ausgesehen. Real Sociedad belohnte sich in der ersten Halbzeit für seine Effizienz. Jon Martín köpfte nach einer Ecke von Carlos Soler zur Führung ein (29.), ehe Arsen Zakharyan mit einem platzierten Distanzschuss auf 2:0 erhöhte (34.). Deportivo hatte zwar mehr Ballbesitz (56 Prozent) und gab insgesamt mehr Torschüsse ab, konnte seine Vorteile aber zunächst nicht in Tore umwandeln.

Kurz nach dem Seitenwechsel schien die Partie entschieden. Nach einem schnellen Konter bediente Ander Barrenetxea seinen Mitspieler Gonçalo Guedes, der zum 3:0 einschob (54.). Doch genau zu diesem Zeitpunkt begann die Wende.

Deportivo gab sich nicht geschlagen und fand durch Mario Soriano zurück ins Spiel. Sein Distanzschuss schlug zum 3:1 ein (61.) und gab den Gästen neuen Glauben. Wenige Minuten später folgte die Szene, die das Spiel komplett veränderte.

In der 66. Minute brachte Pablo Marín Bil Nsongo im Strafraum zu Fall. Schiedsrichter Miguel Sesma Espinosa entschied sofort auf Elfmeter und zeigte dem Mittelfeldspieler zudem die Rote Karte. Von einem Moment auf den anderen musste Real Sociedad die verbleibende Spielzeit in Unterzahl bestreiten. Yeremay Hernández übernahm die Verantwortung vom Punkt und verwandelte sicher zum 3:2 (69.).

Die Gastgeber gerieten nun massiv unter Druck. Deportivo drängte mit einem Mann mehr auf den Ausgleich, erspielte sich zahlreiche Standardsituationen und verzeichnete insgesamt zehn Ecken. Bil Nsongo, Yeremay Hernández und Riki Rodríguez kamen zu Möglichkeiten, doch entweder fehlte die Präzision oder Schlussmann Álex Remiro war zur Stelle.

Als die Gäste in den Schlussminuten alles nach vorne warfen, folgte die nächste Rote Karte. Lorenzo Amatucci stoppte Mikel Oyarzabal mit einem Foul und sah in der 90. Minute ebenfalls den Platzverweis. Damit waren die numerischen Verhältnisse wieder ausgeglichen, der große Sturmlauf von Deportivo verlor etwas an Schwung.

Trotz sechs Minuten Nachspielzeit und weiterer gefährlicher Situationen vor dem Tor der Gastgeber gelang Deportivo der Ausgleich nicht mehr. Besonders bitter: Bright Ede vergab per Kopf in der Nachspielzeit eine der letzten Chancen des Spiels.

So blieb es nach einem hochemotionalen Abend beim 3:2 für Real Sociedad. Die Tore von Jon Martín (29.), Arsen Zakharyan (34.) und Gonçalo Guedes (54.) legten den Grundstein für den Heimsieg. Doch im Mittelpunkt standen letztlich die beiden Roten Karten für Pablo Marín (66.) und Lorenzo Amatucci (90.), die einer anscheinend bereits entschiedenen Partie noch einmal eine dramatische Wendung verliehen. Deportivo ging trotz starker Moral und statistischer Vorteile in Ballbesitz, Torschüssen und Ecken am Ende leer aus. Real Sociedad dagegen durfte nach einer turbulenten Schlussphase aufatmen.

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