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Lok Leipzig Theme
Quelle: KI-generiert

Der 1. FC Lok Leipzig tritt auf der Stelle. Das 2:2 im Derby gegen Chemie Leipzig hat erneut gezeigt, warum der amtierende Meister nach 13 Spieltagen weit hinter den eigenen Ansprüchen zurückbleibt. Einsatz, Moral, Spielkontrolle – vieles stimmt. Doch das Entscheidende fehlt: Ergebnisse.

Lokomotives brutale Heimschwäche

Die Diskrepanz ist brutal. 14 der 17 Punkte holte Lok in fremden Stadien. Im eigenen Bruno-Plache-Stadion dagegen: drei Remis aus sieben Spielen, kein einziger Sieg. Eine Heim-Misere, wie es sie in dieser Form noch nie gab – vergleichbar höchstens mit der Saison 1991/92 als Vorgänger VfB Leipzig erst im achten Zweitligaspiel den ersten Heim 3-er klar machte. Damals gegen Halle.

Auch gegen Chemie zeigte sich das Muster erneut. Nach einem 0:2-Rückstand kämpfte sich Lok zurück, doch der erste Heimsieg blieb aus. Ricky Bornschein rettete mit seinem Treffer zumindest einen Punkt. Moral ist also da – vielleicht sogar mehr als genug. Aber dass Leipzig diese Moral so oft braucht, sagt viel über die Saison aus.

Bornschein brachte es gegenüber dem MDR auf den Punkt: „Es zieht sich so ein bisschen durch, dass wir immer wieder in Rückstand geraten. Das ist nicht gut.“

Gegen Erfurt zeigte sich vor knapp vier Wochen das andere Extrem: Eine 3:1-Führung reichte nicht, am Ende stand ein 3:4. Lok bekommt weder frühe Rückschläge verhindert noch eigene Führungen stabil über die Zeit.

Spielkontrolle ohne Durchschlagskraft

Das Problem liegt nicht nur im Verteidigen. Auch mit Ball fehlt die Konsequenz. Gegen Chemie lief der Ball zu langsam, die Angriffe über die Flügel endeten oft an der Grundlinie – ohne dass der Strafraum gut besetzt war. Bornschein sagte dazu: „Wir haben viel Ballbesitz, aber haben nicht so richtig die Lösung gefunden.“

Trainer Torsten Ziegner lobte zwar Charakter und Mentalität, sprach beim MDR aber gleichzeitig eine bittere Wahrheit aus: „Wir kriegen viel zu wenig dafür, was wir aufwenden.“

Die Mannschaft dominiert viele Spiele, doch klare Chancen entstehen zu selten. Und wenn sie entstehen, werden sie nicht konsequent genutzt.

Coach unter Druck

Ziegner steht zunehmend im Fokus. Die Erwartungen nach zwei Meistertiteln waren riesig, und der Vergleich mit Vorgänger Jochen Seitz (jetzt Wehen Wiesbaden) hängt wie ein Schatten über der Saison. Lange galt Ziegner trotz der Ergebnisse als sicher, weil die Leistungen oft stimmten und individuelle Fehler die Punkte kosteten.

Doch die Stimmung kippt. Die Fans fordern Konstanz, die Ergebnisse bleiben aus. Das 0:0 in Babelsberg und das 2:2 gegen Chemie haben die Lage verschärft. Ziegner selbst sagte gegenüber TAG24: „Es ist daher aktuell alles etwas ungemütlicher.“

Besonders bemerkenswert: Bornschein wich beim MDR der Frage aus, ob die Mannschaft geschlossen hinter dem Trainer steht. „Es ist jetzt für mich schwierig zu beantworten. Er ist unser Chef. Es wäre feige, es nur auf den Trainer zu schieben, und feige, es nur auf die Spieler zu schieben.“

Intern scheint es bei den Blau-Gelben inzwischen ebenfalls zu knistern.

Entscheidende Spiele

Lok steht im Niemandsland der Tabelle – Platz zehn, 17 Punkte. Für einen Klub, der diese Saison endlich den Aufstieg klarmachen wollte, ist das viel zu wenig. 

Ob Lok Leipzig noch einmal nach oben angreift oder das Saisonziel endgültig aus den Augen verliert, wird sich spätestens in den kommenden beiden Partien entscheiden.

Zunächst geht es am Sonntag zum Halleschen FC, der in der Regionalliga Nordost zu Hause noch ungeschlagen ist. Am darauffolgenden Wochenende kommt die VSG Altglienicke ins Leipziger Plache-Stadion.

 

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