Zum Hauptinhalt springen

FUFACzz

Galatasaray gegen Stuttgart CL Theme
Ausgangsbilder: jorono via Pixabay. KI-gestützte Bearbeitung

54.000 Zuschauer, ein gellendes Pfeifkonzert bei jedem Ballkontakt der Gäste und eine Atmosphäre, die ihrem Ruf einmal mehr gerecht wurde: Der VfB Stuttgart erfuhr im RAMS Park, warum Auswärtsspiele bei Galatasaray zu den unangenehmsten Aufgaben im europäischen Fußball zählen.

Vor dem Anpfiff gedachten beide Mannschaften mit einer Schweigeminute dem verstorbenen spanischen Fußballprofi Jesús de Miguel Alameda. Mit leichter Verspätung rollte anschließend der Ball, und die Gäste erwischten zunächst den besseren Start. Bereits in der 8. Minute setzte Chris Führich zu einem starken Antritt an, Maximilian Mittelstädt brachte die Flanke präzise in die Mitte, doch Jamie Leweling traf aus aussichtsreicher Position lediglich den Innenpfosten.

Der VfB präsentierte sich in der Anfangsphase mutig, kombinierte gefällig und drängte die Türken zeitweise weit in deren Hälfte zurück. Was fehlte, war allerdings die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor.

Batrakov bestraft jede Unaufmerksamkeit

Galatasaray zeigte dagegen eindrucksvoll, wie effizient Fußball sein kann. Die erste gefährliche Aktion der Gastgeber führte direkt zur Führung. Nach einer unglücklichen Klärungsaktion von Jeff Chabot landete der Ball in der 12. Minute vor den Füßen von Aleksey Batrakov, der aus kurzer Distanz zum 1:0 unter die Latte einschoss.

Der Treffer veränderte das Spiel. Die Gastgeber wirkten plötzlich deutlich selbstbewusster und nutzten die Unsicherheiten in der Stuttgarter Defensive konsequent aus. Nur drei Minuten später folgte bereits der nächste Nackenschlag: Davinson Sánchez spielte einen brillanten langen Pass hinter die VfB-Abwehr, Batrakov entwischte seinen Bewachern und tunnelte Fabian Bredlow zum 2:0.

Besonders bitter aus Sicht der Schwaben: Atakan Karazor musste wenig später verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Für ihn feierte der erst 19-jährige Jannik Spalt sein Debüt in der Champions League.

Hitzige Zweikämpfe und viel Intensität

Die Begegnung entwickelte sich anschließend zu dem erwartet intensiven Duell. Galatasaray setzte immer wieder gefährliche Nadelstiche, während Stuttgart bemüht war, die Kontrolle zurückzugewinnen. Vor allem Torhüter Fabian Bredlow strahlte dabei nicht immer die gewünschte Sicherheit aus.

Kurz vor der Pause kochten die Emotionen über. Nach einem Zweikampf mit Führich geriet Barış Alper Yılmaz mit mehreren Gegenspielern aneinander, woraufhin sich eine Rudelbildung entwickelte. Schiedsrichter Chris Kavanagh beließ es bei Gelben Karten für Yılmaz und Deniz Undav.

Trotz weiterer Stuttgarter Annäherungen blieb es beim 2:0. Die Führung war zur Pause verdient, weil Galatasaray die entscheidenden Momente deutlich konsequenter für sich genutzt hatte.

Führich wirbelt, Stuttgart belohnt sich nicht

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie temporeich. Führich war der auffälligste Spieler auf Seiten des Bundesligisten und bereitete der türkischen Abwehr immer wieder Probleme. In der 57. Minute zog der Flügelspieler erneut nach innen und verfehlte das Ziel nur knapp. Auf der Gegenseite sorgte Victor Osimhen mit einem wuchtigen Schuss für wenig Gefahr.

Mit zunehmender Spielzeit erhöhte Stuttgart den Druck. Undav scheiterte nach erneuter Vorarbeit Führichs am starken Gala-Keeper, wenig später verfehlte Führich selbst ein weiteres Mal knapp.

Die beste Phase der Gäste gipfelte schließlich in der 75. Minute. Nach einem Lattentreffer von Undav landete der Ball erneut bei Führich, der traumhaft ins lange Eck einschlenzte. Der Jubel währte jedoch nur kurz: Wegen einer Abseitsstellung von Undav wurde der Treffer zurückgenommen.

Galatasaray rettet die Führung ins Ziel

In der Schlussphase blieb die Partie umkämpft, ohne dass sich zahlreiche klare Torchancen ergaben. Leroy Sané kam noch für die Hausherren ins Spiel, während auf beiden Seiten weitere Gelbe Karten verteilt wurden.

Die vielleicht größte Möglichkeit zum Anschlusstreffer vergab der eingewechselte Dženan Pejčinović. Nach einem Zuspiel von Undav tauchte er frei vor dem Tor auf, brachte den Ball jedoch nicht am Schlussmann vorbei.

So verteidigte Galatasaray seinen Vorsprung bis in die vierminütige Nachspielzeit und feierte einen letztlich etwas glücklichen, aber keineswegs unverdienten 2:0-Erfolg.

Stuttgarts starke Serie endet in Istanbul

Für den VfB endet damit die Ungeschlagen-Serie in der laufenden Ligaphase. Nach sieben Punkten aus den ersten drei Spielen musste die Mannschaft erstmals eine Niederlage hinnehmen. Besonders ärgerlich dürfte für die Schwaben sein, dass sie über weite Strecken keineswegs die schlechtere Mannschaft waren. Zwei Unachtsamkeiten in der Defensive sowie eine mangelhafte Chancenverwertung reichten jedoch aus, um im Istanbuler Hexenkessel leer auszugehen.

Galatasaray feierte dagegen nach zuvor schwierigen Wochen in der Königsklasse einen enorm wichtigen Erfolg und verbessert sich auf sechs Punkte. Für die Türken war es zudem ein weiteres Champions-League-Heimspiel mit Toren vor eigenem Publikum, nachdem bereits keines der vergangenen 33 Europapokal-Heimspiele torlos geendet hatte.

Für Stuttgart geht es am 25. November bei Inter Mailand weiter. Galatasaray empfängt einen Tag zuvor Aston Villa und darf nach diesem Erfolg wieder von dem Einzug in die K.-o.-Phase träumen.

 

ALLE ERGEBNISSE UND DIE AKTUELLE TABLLE DER UEFA CHAMPIONS LEAGUE FINDEST DU HIER

ALLE NEWZZ FINDEST DU HIER

Deine Meinung zur Partie?
Diskutiere mit!👇

Abonnieren
Benachrichtigen bei
0 Kommentare
Neueste Älteste
0
Deine Meinung würde uns sehr interessieren. Bitte kommentiere.x