Zidanes erster „Les Bleus“ Kader
Zinédine Zidane prägt schon mit seiner ersten Nominierung als französischer Nationaltrainer die Richtung, in die Les Bleus künftig gehen sollen. Der 54‑Jährige, der 180 Länderspiele für Frankreich bestritt und dabei 31 Tore erzielte, bringt nicht nur sportliche Autorität mit, sondern auch eine Biografie, die im französischen Fußball einzigartig ist. Sein letztes Spiel für die Nationalmannschaft bleibt legendär: das WM‑Finale 2006 gegen Italien, in dem Zizou nach seinem Kopfstoß mit Rot vom Platz musste.
Nun beginnt für ihn ein neues Kapitel – und der Neustart trägt seine Handschrift.
Kontinuität im Zentrum, Wandel an den Rändern
Zidane betont, dass er keinen radikalen Bruch vollziehen will. Die Achse um Kylian Mbappé, der weiterhin die Kapitänsbinde trägt, bleibt unangetastet. Mbappé, inzwischen 27 Jahre alt, führte Frankreich bereits unter EX-Trainer Didier Deschamps aufs Feld und bleibt auch unter Zidane der zentrale Fixpunkt.
Gleichzeitig nutzt der neue Trainer die Tiefe des französischen Kaders – eine Tiefe, die weltweit ihresgleichen sucht. Keine Nation verfügt über so viele Talente und ein derart breites, hochklassiges Aufgebot wie Frankreich.
Prominente WM‑Fahrer verlieren ihren Platz
Der vierte Platz bei der WM 2026 in den USA, Mexiko und Kanada war für Frankreich ein Ergebnis zwischen Anspruch und Enttäuschung. Zidane zieht daraus Konsequenzen: Mehrere Spieler, die noch beim Turnier dabei waren, tauchen im neuen Kader nicht auf.
Betroffen sind unter anderem:
Marcus Thuram (Inter Mailand)
N’Golo Kanté (Fenerbahçe Istanbul)
Lucas Hernández (PSG)
Theo Hernández (Al Hilal)
Lucas Digne (PSG)
Malo Gusto (FC Chelsea)
Aurélien Tchouaméni (Real Madrid) (Aufbau nach Verletzung)
Zidane zeigt damit, dass frühere Verdienste nicht automatisch eine Zukunft im Nationalteam garantieren.
Fünf Neulinge – Frankreichs Talentmaschine läuft weiter
Stattdessen setzt der Trainer auf frische Impulse. Fünf Spieler feiern ihre Premiere im Nationaltrikot:
Guillaume Restes (FC Toulouse)
Andy Diouf (Inter Mailand)
Jérémy Jacquet (FC Liverpool)
Lucas Da Cunha (Como 1907)
Esteban Lepaul (Stade Rennais FC)
Sie ergänzen ein ohnehin außergewöhnlich starkes Aufgebot, das die französische Talentfülle einmal mehr unterstreicht.
Die ersten Prüfsteine für den neuen Chef
Zidanes Debüt steht am 25. September an, wenn Frankreich in der Nations League auf die Türkei trifft. Kurz darauf folgen Partien gegen Belgien, Italien und erneut Belgien. Es sind die ersten Schritte eines Trainers, der Les Bleus nach Jahren voller „Fast‑Erfolge“ wieder zu Titeln führen soll.
Was meinst du?
Diskutiere mit!👇