Der German-Starboy steht massiv in der Kritik
Florian Wirtz erlebt beim FC Liverpool einen Saisonstart, der zunehmend unter Beobachtung steht. Zwar holten die Reds zuletzt einen mühsamen 1:0‑Erfolg beim AFC Bournemouth, doch der deutsche Nationalspieler konnte erneut kaum Einfluss auf das Offensivspiel nehmen. Seine Leistungen bleiben hinter den Erwartungen zurück – und die Kritik wird lauter.
Carragher teilt öffentlich aus
Im Mittelpunkt steht dabei Jamie Carragher. Der frühere Liverpool‑Verteidiger nutzte den Sieg in Bournemouth, um Wirtz erneut scharf zu kritisieren. Schon während der Partie sprach er als Sky‑Co‑Kommentator von einer „wirklich schlechten“ Vorstellung des 23‑Jährigen und bemängelte, dass „überhaupt nichts“ von ihm komme.
Auch in seinem Podcast legte Carragher nach. Wirtz habe eine der schwächsten Halbzeiten gezeigt, seit er das Liverpool‑Trikot trägt. Zwar erkenne man bei ihm normalerweise saubere Aktionen und Ballkontrolle, doch aktuell fehle es an Durchschlagskraft und Momenten, die ein Spiel verändern. Für Carragher ist das nicht nur ein Formtief – er stellt grundsätzlich infrage, ob Wirtz das Profil mitbringt, das Liverpool für seine Rolle benötigt.
Besonders deutlich wird der Ex‑Profi mit Blick auf das kommende Topspiel: Gegen Manchester City dürfe Wirtz „nicht in der Mannschaft sein“. In seiner persönlichen Startelf hätte der Deutsche derzeit keinen Platz. Harte Kritik am deutschen Nationalspieler.
Ein teurer Transfer unter Druck
Wirtz war 2025 für satte 125 Millionen Euro von Bayer Leverkusen verpflichtet worden. Nach fünf Premier‑League‑Spielen steht lediglich eine Torbeteiligung zu Buche – ein Assist beim 2:2 gegen Nottingham Forest. Gegen Bournemouth wurde er nach 71 Minuten ausgewechselt, erneut ohne nennenswerte Offensivaktionen.
Carragher sieht darin ein grundsätzliches Problem: Er zweifelt, ob Wirtz Liverpool überhaupt gefährlich machen könne. Für einen Spieler dieser Ablösesumme sei das zu wenig.
Heskey widerspricht: „Nicht auf derselben Wellenlänge“
Während Carragher die Verantwortung klar beim Spieler sieht, stellt Ex‑England‑Stürmer Emile Heskey die Situation differenzierter dar. Für ihn ist der Wechsel aus der Bundesliga in die Premier League eine größere Umstellung, als viele annehmen. Wirtz erkenne Spielsituationen früh, doch seine Mitspieler würden nicht immer die passenden Laufwege anbieten, meint der 48-Jährige gegenüber Wettbasis.com.
Heskey betont, dass Wirtz als Verbindungsspieler funktioniere – aber nur, wenn die Mannschaft seine Ideen mitgeht. Die Rolle als Zehner unter Trainer Andoni Iraola passe grundsätzlich zu ihm, dennoch müsse er selbst mehr Torgefahr entwickeln.
Vier Länderspiele und Klopp als Chance
Vor dem Duell mit Manchester City (11. Oktober 17:30 Uhr) stehen für Wirtz nun vier Partien mit der deutschen Nationalmannschaft an. Carragher hofft, dass der Offensivspieler dort Selbstvertrauen tankt und mit Toren oder Vorlagen zurückkehrt. Erst dann könne sich die Stimmung in Liverpool wieder drehen.
Heskey betont den Einfluss des neuen Bundestrainers auf die Profis: „Jürgen Klopp war der Trainer, der das Beste aus Coutinho herausgeholt hat, und wir alle wissen, was für ein Trainer er ist und wie gerne jeder unter ihm spielt. Er liebt es, das Beste aus den Spielern herauszuholen, daher wird es interessant sein, ihn bei der deutschen Nationalmannschaft zu sehen und zu beobachten, wie er dort mit Florian Wirtz zusammenarbeitet.“
Bis dahin bleibt der Druck hoch. Die öffentliche Kritik zeigt, dass der 125‑Millionen‑Mann nach seinem schwachen Start zunehmend kritisch gesehen wird – während Heskey zumindest einen Teil der Verantwortung bei der Mannschaft verortet.
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