Wie fufaczz berichtete steht Jadon Sancho vor einem Wechsel nach Spanien. Der vereinslose Offensivspieler steht weiterhin in Kontakt mit dem FC Getafe, eine endgültige Einigung lässt aber noch auf sich warten.
Wie Getafe-Präsident Ángel Torres bereits bestätigte, laufen die Gespräche mit dem ehemaligen BVB-Profi seit mehreren Monaten. Der spanische Erstligist sucht nach Verstärkungen für die Offensive und sieht in Sancho einen Spieler, der dem Angriff neue Impulse verleihen könnte.
Getafe kämpft mit Offensivproblemen
Die wohl größte Baustelle bei den Madrilenen liegt aktuell im Angriff. Nachdem sich Getafe in der vergangenen Saison noch über eine stabile Defensive für die Conference League qualifizieren konnte, läuft es in der laufenden Spielzeit deutlich schwieriger. Besonders die mangelnde Torgefahr sorgt für Probleme. Gerade mal fünf Tore konnte man in neun Ligaspielen verbuchen!
Sancho würde dem Kader ein neues Profil verleihen. Der Engländer gilt nach wie vor als starker Eins-gegen-eins-Spieler und könnte auf den Außenbahnen für mehr Kreativität sorgen. Gleichzeitig bleibt die Frage offen, ob der 26-Jährige nach mehreren schwierigen Jahren wieder an sein früheres Leistungsniveau anknüpfen kann.
Gehalt bleibt zentrale Hürde
Der größte Knackpunkt in den Verhandlungen scheint weiterhin die finanzielle Seite zu sein. Nach Informationen aus Spanien soll Sancho ein Jahresgehalt von rund vier bis fünf Millionen Euro anstreben. Für Getafe wäre das aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Vorgaben der Liga eine erhebliche Belastung.
Der Telegraph berichtet sogar, dass dem Engländer zwischenzeitlich ein Vertrag bis Saisonende angeboten worden sein soll, der ihm bis Juni lediglich rund 400.000 Euro einbringen würde. Damit läge sein Verdienst weit unter den Summen, die er zuvor in der Premier League bezog. Bei Manchester United verdiente der Flügelspieler zuletzt rund 250.000 Pfund pro Woche(!).
Sancho will Gespräch mit dem Coach
Trotz der finanziellen Differenzen soll Sancho einen Wechsel nach Spanien nicht ausgeschlossen haben. Dem Bericht zufolge möchte der Offensivspieler vor einer Entscheidung jedoch zunächst persönlich mit Getafe-Trainer José Bordalás sprechen.
Der Coach hatte zuletzt selbst öffentlich Kritik an der Kaderplanung geäußert und zusätzliche Verstärkungen gefordert. Der ehemalige Nationalspieler der Three Lions gehört offenbar zu den Wunschkandidaten des Trainers.
Karriere sucht neuen Anlauf
Seit seinem Abschied von Manchester United ist Sancho vereinslos und kann jederzeit verpflichtet werden. Der Flügelspieler war 2021 für eine hohe Ablösesumme von Borussia Dortmund zu den Red Devils gewechselt, konnte die Erwartungen dort jedoch nicht erfüllen. In den vergangenen Jahren folgten Leihstationen bei Borussia Dortmund, Chelsea und Aston Villa.
Zuletzt sorgten zudem Aussagen seines früheren Trainers Erik ten Hag für Aufmerksamkeit. Der Niederländer erklärte, dass es bei Manchester United unter anderem Meinungsverschiedenheiten über Sanchos bevorzugte Position auf dem Flügel gegeben habe. Laut ihm wollte der Engländer nicht über rechts stürmen, jedoch war dies seit eh und je die Position, auf der Sancho am häufigsten eingesetzt wurde.
Bis zur finalen Einigung, erwartet in der kommenden Woche, hält sich Sancho beim Zehntligisten Flixton FC in der Nähe von Manchester fit.
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